Residenzstadt Putbus auf Rügen

Stadthausschilder

Von Karen Petzold

Noch heute trägt der Residenz- und Badeort Putbus Attribute wie „Weiße Stadt“, „Rosenstadt“ oder „Kulturhauptstadt“. Für einen Rundgang durch den historischen Ortskern entwickelte der Verein die Idee der Stadthausschilder.

An über 100 klassizistischen Bürgerhäusern auf Circus und Markt, in der Alleestraße, der August-Bebel-Straße und der Berger Straße sowie den historischen Gebäuden der Gartenstraße, der Marien-, der Bahnhofstraße und der Lauterbacher Straße wurden bis 2008 einheitliche Tafeln angebracht.

Darauf sind Angaben über das Baujahr, die erste Nutzung des jeweiligen Hauses und andere lesenswerte Informationen aus dessen Historie enthalten.

Übergabe des ersten Häuserschildes am Rathaus (Markt 8) durch Frau Michaela zu Putbus an den Vertreter der Stadt, Herrn Arno Krüger, am 31.03.2007.

Standorte der Stadthäuser in Putbus auf Rügen

Alleestraße

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Circus

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Bahnhofstraße

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August-Bebel-Str.

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Berger Straße

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Lauterbacher Str.

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Marienstraße

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Alleestraße in Putbus auf Rügen

Alte Landstraße nach Stralsund, um 1735 mit Linden bepflanzt. Entlang der historischen Fahrstraße erfolgte die erste Bebauung des von Fürst Wilhelm Malte I. (1783-1854) gegründeten Ortes Putbus nach 1808 mit der Völschow‘ schen Brauerei, dem Haus des Maurermeisters Rentz und dem Gasthof zum Adler, ehemals Alleestraße 3.

Haus des fürstl. Sekretärs Pense

zwischen 1815 und 1819 erbaut von Sekretär Pense.

Das zweigeschossige massive Traufenhaus nutzten Putbusser Kaufmänner wie Ernst Gaede, der hier ein größeres Kohlen-, Eisen- und Bijouteriewarengeschäft betrieb. Um 1930 wurde es von Bernhard Roloff erworben, der es 1938 an seinen Sohn Friedrich Wilhelm Roloff vererbte. Nach der Rückübertragung 1989 wurde das Gebäude vollständig saniert und modernisiert.

Hotel du Nord

vor 1829 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

Das Wohnhaus entstand im fürstlichen Auftrag für die Fräulein von Podewils. 1834 ließ man das Gebäude mit einem Flügel zum Circus versehen. Nach dem Aufbau eines zweiten Stockwerks ist es als Hotel du Nord genutzt worden. Hier übernachtete Otto von Bismarck während seines Aufenthaltes in Putbus vom 6. Oktober 1866 bis zu seinem Umzug in das fürstliche Gartenhaus. 1889 erwarb es das Königliche Pädagogium.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Schneidermeister Dietrich.

Das eingeschossige klassizistische Mittelflurhaus wurde mit einer Tür versehen, die von zwei Putzpilastern gerahmt wird. Die Rückseite erhöhte man später um ein Geschoss. Die hier von Carl Behm, später Max Egner betriebene Kolonialwarenhandlung war eine der Verkaufsniederlassungen der bekannten Dresdener Schokoladefabrik Otto Rüger.

Haus des fürstlichen „Tafeldeckers“ Fahrenholz

zwischen 1815 und 1819 erbaut von dem Bediensteten Fahrenholz.

Das Gebäude wurde als zweigeschossiges massives Traufenhaus errichtet. Goldschmied Behm ergänzte einen größeren Anbau. 1905 richtete Goldschmiedemeister Carl Stabenow hier eine Filiale seiner Stralsunder Gold- und Silberwarenhandlung ein. Im Hintergebäude befand sich das Atelier des fürstlichen Hoffotografen Joseph van Aaken.

Haus des 2. Oberlehrers des königl. Pädagogiums Putbus

um 1819 erbaut von Baron von Boye in der Rosenstadt Putbus.

Das eingeschossige klassizistische Traufenhaus ließ Baron von Boye als Wohnhaus errichten. Haus und Grundstück wurden 1845 als Amtswohnung für den 2. Oberlehrer vom Königlichen Pädagogium Putbus angekauft. Später diente es als Internat.

Haus des fürstlichen Hofrats Engelbrecht

zwischen 1815 und 1819 erbaut von Kaufmann Hasper aus Stralsund.

Der erste Beamte der fürstlichen Kanzlei Engelbrecht wohnte hier bis 1838. Testamentarisch bestimmte er das Haus zur Unterbringung von acht Konventualinnen. Da dies jedoch unzweckmäßig erschien, wurde das Gebäude verkauft und in der Louisenstraße ein eigenes Engelbrecht’sches Stiftshaus erbaut.

Kaufmannsgeschäft

zwischen 1815 und 1819 erbaut von Kaufmann Block.

Das eingeschossig errichtete Traufenhaus wurde als Kaufmannsgeschäft und Wohnhaus erbaut.
Kaufmann Heinrich Albrecht ließ es mit einem zweiten Stockwerk versehen und führte hier ein großes Ausschnittwarengeschäft. Das Kaufhaus Albrecht war Mitglied der norddeutschen Einkaufsvereinigung von 87 Firmen.

Handwerkerhaus

um 1830 erbaut von Goldschmied Behm.

Das klassizistische Gebäude mit Frontispiz und Ladeneinbauten entstand als Anbau der Alleestraße 7. In den 1930er Jahren wurde hier das Hut- und Putzmachergeschäft Jahn und und der Schuhladen Peters betrieben.

Hotel Fürstenhof

1817 erbaut von Karl Friedrich Graf von Hahn-Neuhaus.

Graf Hahn, ein Göttinger Studienfreund des Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus, ließ das Gebäude als „Gräflich Hahn’sches Hotel“ für Badegäste des Ortes Putbus errichten. Später übernahm der Fürst das Logierhaus und ließ es 1825 nach einem vereinfachten Entwurf des Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer vergrößern. Das Hotel an der Lindenallee beherbergte zahlreiche Rügenreisende wie den Schriftsteller Theodor Fontane.

Handwerkerhaus

um 1819 erbaut von Maurermeister Päplow.

Der Maurermeister Päplow errichtete das einstöckige massive Traufenhaus. Der risalitartig vorgezogene einachsige Frontispiz mit Treppengiebel und Rosetten sowie die erhöhte Mauerkrone sind wahrscheinlich später als Zierelemente hinzugefügt worden.

„Diabetikerheim“

1914 erbaut vom Kreiskommunalverband Rügen.

Das Haus wurde auf Beschluss des Rügener Kreistages als Kreissiechenheim bzw. Altenheim errichtet. Nachdem das Gebäude 1914 in Betrieb genommen war, diente es zwischenzeitlich als Lazarett und Kreispolizeiamt. 1958 gründete Dr. Katsch hier die erste Diabetiker-Sonderschule der Welt. Seit 2001 wird das Gebäude als Wohnhaus für mehrfachbehinderte Hörgeschädigte genutzt.

Haus des Badearztes

nach 1819 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

Das zweistöckige Gebäude ließ Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus als Wohnhaus für den fürstlichen Haus- und Badearzt Dr. G. Benedix und den Oberförster Genßen errichten. Bei Benedix, der ab 1836 die Funktion des Anstaltsarztes des Königlichen Pädagogiums ausübte, logierte der Wissenschaftler Alexander von Humboldt während seiner Aufhalte in Putbus.

„Bussertsches Badehaus“

1814 erbaut von Maurermeister Päplow.

Das erste Seewasser-Warmbad mit zwei aus Italien bezogenen Marmor- und zwei Fayencewannen entstand im Zusammenhang mit der Gründung des Badeortes Putbus auf dem Hof des Grundstücks und wurde bis zur Fertigstellung des Friedrich-Wilhelmsbades in der Goor bei Lauterbach 1818 betrieben. 1819-1836 waren hier die Volksschule und die Post des Ortes, später die Buchbinderei Bussert untergebracht.

Handwerkerhaus

um 1815 erbaut von Tischlermeister Katter.

Auf eigenen Wunsch durfte der Tischlermeister Katter ein zweigeschossiges Traufenhaus errichten, womit Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus eine ältere Anordnung über die architektonische Ausrichtung der Gebäude mit der Giebelseite zur Allee änderte.

„Palais Lottum“

um 1815 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

Die Baronin von Lauterbach erwarb das einstöckige Gebäude für fürstliche Bedienstete und ließ es herrschaftlich ausbauen. Hier haben der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm 1820 und 1825 sowie Prinz und Prinzess „Friedrich“ bei ihren Badeaufenthalten in Putbus gewohnt. Später wurde es als fürstliches Majorats-Witwenhaus genutzt und zwischen 1839 und 1843 von der Gräfin Lottum nach Plänen des Berliner Architekten Steinmeyer umgebaut.

Fürstliche Buchdruckerei

vor 1815 erbaut von Bäckermeister Bahlke.

Kaufmann Thürmann betrieb in dem Gebäude einen Handel mit Stoffen und Tüchern. Unter Druckereibesitzer Knaak wurde die zuvor an der Straße nach Darsband gelegene Druckerei an die Alleestraße verlegt. Hier erschien am 1. Januar 1862 die erste Ausgabe des „Rügenschen Kreis- und Anzeigeblattes“. Nachfolger August Dose erweiterte das Hintergebäude durch Maschinen- und Setzersäle.

Handwerkerhaus

um 1820 erbaut von Sattler Schultz in der Alleestraße.

Das klassizistische Giebelhaus wurde 1822 mit den Gebäuden Alleestraße 16 und 18 durch eine Blendfassade zum Front- bzw. Traufenhaus verbunden. Der Besitzer der Fürstlichen Buchdruckerei Knaak erwarb das Gebäude später zur Erweiterung seines Druckereigeschäfts.

Handwerkerhaus

1809 erbaut von Maurermeister Rentz in Putbus.

Erstes Wohnhaus des Ortes Putbus: Maurermeister Rentz, der als erster „Anbauer“ von Putbus gilt, errichtete sein Wohnhaus nach den fürstlichen Bestimmungen als Giebelhaus. Vom Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus wurde die Bautätigkeit durch Erbpacht des Grundstücks, die Schenkung von Bauholz sowie durch eine Geldprämie und ein Darlehen von 1000 Talern unterstützt.

Felsenkeller

1843 erbaut von der Brauerei Putbus auf Rügen.

In dem in den Steinhang hineingehauenen „Felsenkeller“ wurden im Sommer Bier und Eis aufbewahrt und an die Gäste des hauseigenen Ausschanks der Putbusser Brauerei verkauft.

„Völschow’sche Brauerei“

1808-1810 erbaut von Maurermeister Rentz.

Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783-1854) ließ die alte Brauerei des Gutshofes Putbus aus der Nähe des Schlosses an die Fahrstraße nach Stralsund verlegen. Der Bau des von Brauer Völschow betriebenen Brau- und Brennhauses war Ausgangspunkt der späteren Ortsausdehnung in östlicher Richtung. Unter Brauereibesitzer Modrow wurde hier eine Dampfbrauerei eingerichtet, die bis 1935 produzierte.

Fürstlicher Kursaal

1908-09 erbaut in der Rosenstadt Putbus.

Der 1889 in Ersatz des Pavillons im Schlosspark aus Holz errichtete Kursaal wurde 1907 durch einen Brand vollständig zerstört. Ein Jahr später ließ die fürstliche Herrschaft einen massiven Neubau des historischen Ausflugs- und Kurlokals an selber Stelle errichten.

Hotel Adler

Hotel Adler, ehemals Gasthof zum Adler.

Zwischen 1809-1810 wurde auf Veranlassung des Fürsten Malte zu Putbus an der Fahrstraße nach Stralsund eine neue Krugwirtschaft errichtet. Später baute man das eingeschossige Gebäude mit einem nach der Straße ausgebildeten Obergeschoss und zwei frontispizartig vorgezogenen Achsen zum Gasthof, später „Hotel zum Adler“ aus.

Markt in Putbus auf Rügen

Bis etwa 1825 eine natürliche platzartige Erweiterung des sog. Ellernbruches, der sich bis zum Putbusser Schloss hinzog. Danach wurde der Bereich des jetzigen Marktes, zunächst nach der Fürstin zu Putbus auch Louisenplatz genannt, planiert und ein Rasenplatz mit italienischen Pappeln angelegt. Ein zunächst in der Anlage errichteter eiserner Kandelaber wurde später durch ein Kriegerdenkmal für die 1864, 1866 und 1870/71 gefallenen Söhne des Ortes ersetzt. 1819 erhielt das Seebad die Erlaubnis, einen Jahrmarkt abzuhalten sowie 1823 die städtische Gerechtigkeit für Handel und Gewerbe. Seit 1829 fanden in Putbus auch Wochenmärkte statt.

Honoratiorenwohnhaus

um 1825 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus auf der Insel Rügen.

„Theatergraf“ Karl Friedrich von Hahn errichtete am Markt eine Schauspielstätte für Badegäste. An der Stelle des früheren Hahn’schen Theaterhauses ließ Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783-1854) ein Wohnhaus für die Majorin Wahrenberg erbauen. Später war es das Wohn- und Kaufhaus Heinrich Wetzel.

Hotel Deutsches Haus

vor 1819 erbaut von Schustermeister Rosenberg in der Residenzstadt Putbus.

Das eingeschossig errichtete Handwerkerhaus und spätere Stüdemann’sche Gasthaus mit Bäckerei wurde um 1898 als Hotel Deutsches Haus im Stil des Historismus grundlegend baulich erweitert und verändert.

Brauereiverlag

erbaut von der Brauerei Mayer und Lorentz in Putbus auf der Insel Rügen.

Die Lorentz’sche Brauerei in Stralsund, später Hanse Brauerei Aktiengesellschaft, erwarb einen Teil des Nachbargrundstücks am Markt und errichtete ein Wohn- und Geschäftshaus mit Bierverlag.

Handwerkerhaus und Kaufmannsgeschäft

vor 1819 erbaut von Schustermeister Müller in Rügens bekannter Residenzstadt.

Nach dem Konkurs des Schuhmachers erwarb Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus das Gebäude. Dieser veräußerte es an den Kaufmann Ruhland.

Nachfolgende Inhaber des Kaufmannsgeschäfts waren die Kaufleute Nathan (Krause), Ruge, später Marie Müller.

Honoratiorenwohnhaus und Kaufmannsgeschäft

vor 1830 erbaut von Brauer Schwartz und später zum Gemeindeamt geworden.

Brauer Schwartz vermietete das Gebäude an die Frau Baronin von Platen und erhielt später die fürstliche Konzession für einen Haken- und Viktualienhandel. 1862-1898 befanden sich hier die Postexpedition und das Postamt. Anfang der 1930er Jahre bezog das Gemeindeamt Putbus seinen Sitz im Vorderhaus. Dieses wird seit der Verleihung des Stadtrechts 1960 als Rathaus genutzt.

Speisewirtschaft für Bedienstete in Putbus

vor 1819 erbaut vom fürstlichen Reitknecht Karl Dumm in Putbus auf Rügen.

In den Sommermonaten wurde hier eine Speisewirtschaft für Bedienstete mit fürstlicher Konzession zu Musik- und Spielgesellschaft geführt.

Später betrieb man auf dem Grundstück des klassiztischen Traufenhauses eine Landwirtschaft.

Honoratiorenwohnhaus

vor 1830 erbaut durch Majorin von Blessing in der Stadt Putbus.

Bis 1895 wohnte Prof. Franz Biese, erster Oberlehrer des Königlichen Pädagogiums Putbus, in dem klassizistischen Gebäude mit Lünettenfenster. Später wurden hier das Restaurant Gierz sowie eine Eisenwarenhandlung betrieben. Seit 1904 befand sich im Anbau des Hauses die Agentur der Neuvorpommerschen Spar- und Kreditbank AG.

Handwerkerhaus

in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut von Marie Müller.

Den Flügelanbau zum Nachbarhaus und Kaufmannsgeschäft ließ Frau Marie Müller in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts errichten.

Heute befindet sich hier die „Park-Apotheke“.

Honoratiorenwohnhaus

vor 1819 erbaut von Sekretär Pense für Anna Caroline Elisabeth Arndt.

Anna Caroline Elisabeth Arndt war die Frau von Friedrich Carl Arndt (1772-1815), Advokat und Bürgermeister in Bergen, ein Bruder des Dichters Ernst Moritz Arndt. In späterer Ehe war Anna Arndt mit dem Putbusser fürstlichen Hofrat Engelbrecht verheiratet. Das Gebäude mit dem Frontispiz wurde als Wohn- und Geschäftshaus genutzt.

Wohnhaus und Kaufmannsgeschäft

um 1825 erbaut von Frau Aßmann in Putbus auf Rügen.

An der Stelle des früheren Wohnhauses des Sekretärs Pense entstand das eingeschossige Traufenhaus mit Frontispiz und neuerem Ladeneinbau der Fleischerei Marquardt, später Pantermöller sowie des Uhrmachermeisters Radvan.

Fürstliche Apotheke (Hof-Apotheke)

um 1820 erbaut von Apotheker Amtsberg.

Die urkundliche Erwähnung vom 05. Juni 1820 belegt den Verkauf des Grundstücks durch Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus an den Apotheker Camerius Amtsberg sowie die Erlaubnis zur Errichtung eines Hauses mit Nutzung als Apotheke, fürstlicherseits protegiert „die Grundherrschaft hat Vergütung geleistet“. Die Apotheke des Badeortes ist bereits 1818 gegründet worden.

Honoratiorenwohnhaus in Putbus

1839-1840 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

An der Stelle des Kammerdienerhauses Trampe (1819 auch „Konditor Trampe“) ließ Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus von Baumeister Theodor Bamberg ein zweistöckiges Gebäude im Stil des Klassizismus errichten. Später wurde das Haus von einem Herrn von Barnekow, dann Oberstleutnant a.D. von Lindequist bewohnt.

Fürstliches Schauspielhaus

1819-1821 von Fürst Wilhelm Malte I.

Das klassizistische Gebäude mit dem Säulenportikus und dem Dreieckgiebel trägt an der Hauptfront einen Relieffries, der Apoll und die neun Musen zeigt. 1826 und 1835-36 wurde das Theater von dem Berliner Architekten Steinmeyer (1780-1851) umgebaut. 1886 verlebte der Schriftsteller Gerhart Hauptmann einen Erholungsurlaub in Putbus. Seine Erlebnissen am Putbusser Theater schildert er in dem Roman „Im Wirbel der Berufung“.

Circus in Putbus auf Rügen

Der Circus Putbus gilt als der letzte einheitlich ausgeführte Rondellplatz in Deutschland, den Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus im Zusammenhang mit der Gründung des Pädagogiums nach dem Vorbild des „Circus“ im englischen Badeort Bath, röm. „Aquae Sulis“, und französischer Anlagen ab 1828 anlegen und im Wesentlichen bis 1845 mit klassizistischen Häusern umbauen ließ. Das Eckgebäude Circus 1 wurde erst später errichtet. Bis 1843 durchzogen in der Mitte des Circus zwanglos Spazierwege einen von italienischen Pappeln umgrenzten Rasenplatz. Danach wurde eine strengere Anlage mit 8 sternenförmig verlaufenden Wegen zwischen keilförmigen Rasenkarrees durch den Fürstlichen Obergärtner Halliger geschaffen. 1845 ein 21 m hoher Obelisk in Erinnerung an die Ortsgründung errichtet. 1872 sind die infolge einer Sturmflut entwurzelten Pappeln durch Kugeleichen ersetzt worden. Nach dem 2. WK wurde der Circus in Thälmannplatz umbenannt. Heute trägt er wieder seinen alten Namen.

Handwerker- und Bürgerwohnhaus in Putbus

um 1855 erbaut von Goldschmied Wienkoop.

1906 kaufte Richard Decker das klassizistische Gebäude und verlegte die fürstliche Buchdruckerei aus der Alleestraße an den Circus. In Putbus wurde das „Rügensche Kreis- und Anzeigeblatt“, ab 1924 die „Rügensche Zeitung“, gedruckt. Den Anbau schmückt die Figur Johannes Gutenbergs nach einer Vorlage des dänischen Bildhauers Thorwaldsen (1770-1844).

Nebenalumnat des Königlichen Pädagogiums Putbus

1843 erbaut von Fürstin Luise zu Putbus.

Das Haus wurde nach Entwürfen des Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer (1780-1851) erbaut und von einem Herrn von Lauterbach bewohnt. Später haben mehrfach königliche Herrschaften bei ihren Aufenthalten in Putbus darin logiert. 1869 kaufte es das Pädagogium und richtete hier ein Nebenalumnat ein.

Verwaltungsgebäude der Zuckerfabrik in Putbus

1836 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

Die ab 1836 errichtete Rübenzuckerfabrik ist Zeugnis der frühindustriellen Bestrebungen des Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783-1854) und seiner Bemühungen um die Förderung des einheimischen Gewerbes. Bis auf das Verwaltungsgebäude am Circus wurde die Fabrik 1846 abgebrochen. Namhafter Bewohner des Hauses war der Historiker Dr. Carl Gustav von Platen.

Kronprinzenpalais

1859 erbaut von Maurermeister Kummer in der Residenzstadt Putbus.

Die Rügener Ritterschaft hatte die Absicht, das Grundstück dem Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, dem späteren deutschen Kaiser Friedrich III., sowie dessen Frau Victoria von Sachsen-Coburg und Gotha für ihre Besuche in Putbus zu schenken. Das Eckgebäude mit den Zinnen im Tudorstil wurde vorrangig als Wohnhaus genutzt. Namhafter Bewohner war der Literaturhistoriker Prof. Alfred Biese (1855-1930).

Hotel Bellevue

1835-1836 erbaut von Gastwirt „Restaurateur“ Becker in Putbus.

Zunächst als zweigeschossiges Traufenhaus errichtet, wurde das ehemalige „Hotel Bellevue“ (auch „Hotel d’Arcona“) 1859 um ein drittes Geschoss erhöht. Das Hotel I. Ranges diente bis in die 20er Jahre des 20. Jh. der Unterbringung von Gästen. 1928 bezog die Druckerei der „Rügenschen Zeitung“ unter Leitung von Paul Cummerow das Gebäude.

Königliches Pädagogium

1833-1836 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. in der Rosenstadt.

Fürst Malte I. zu Putbus stiftete das Pädagogium als höhere Schule mit Alumnat (Internat) für Söhne adeligen und bürgerlichen Standes und dem Ziel der Heranbildung für wissenschaftliche und praktische Berufe. Die Ausführung des Baus nach Plänen Johann Gottfried Steinmeyers erfolgte durch den fürstlichen Baumeister Theodor Bamberg. 1835 übernahm der preußische König Friedrich Wilhelm III. das Patronat für die Lehranstalt. Gäste des Pädagogiums waren u.a. König Friedrich Wilhelm IV., Christian VIII. von Dänemark und Alexander von Humboldt. 1906-1908 wurde der heutige Südflügel (Gymnasialgebäude) errichtet.

Nebenalumnat des Königlichen Pädagogiums Putbus

um 1835 erbaut von Schiffer Wilcken.

Das Gebäude wurde nach einem Entwurf des Berliner Architekten Johann Gottfried Steinmeyer mit Mäanderfries und Terrakottarosetten zwischen den Rundbogenblenden der Fenster errichtet. Bis zur Fertigstellung des Direktorhauses bewohnte der erste Schulleiter des Pädagogiums, Prof. Ferdinand Hasenbalg (1793-1852), die obere Etage. 1864 kaufte es Pädagogium und nutzte es zur Unterbringung, als Lehrerwohnung und Krankenhaus.

Bahnhofstraße in Putbus auf Rügen

1889 wurde die Staatseisenbahnstrecke Bergen-Putbus mit Anbindung an das Eisenbahnnetz Stralsund-Berlin und Stettin eröffnet. Bahnhof- und Marienstraße sind als Verbindungswege und als Villenviertel erschlossen worden.

Altes Kino

1935 erbaut und betrieben von Hellmuth Nierling in Putbus auf der Insel Rügen.

Die „Parklichtspiele“ in der oberen Bahnhofstraße wurden nach 1945 enteignet und später in „Ernst-Moritz-Arndt-Filmtheater“ Putbus umbenannt.

Villa Burmeister

um 1906 erbaut von Zimmermeister Otto Burmeister in der Rosenstadt Putbus.

Otto Burmeister betrieb einen größeren Zimmereiplatz zwischen Bahnhof- und Marienstraße. Die Holzwirtschaft bildete eine wichtige Einnahmequelle des Putbusser Fürstenhauses.

Villa Dr. Bohn

vor 1910 erbaut von Dr. Ulrich Bohn in der Residenzstadt Putbus auf Rügen.

Die Wohnvilla im ländlichen Stil mit umfangreicher Holzornamentik und Veranden errichtete Dr. Ulrich Bohn, praktischer Arzt und 1895-1921 Anstaltsarzt des Pädagogiums Putbus.Das Haus Bahnhofstraße 8 wird im Volksmund auch als „Groschenvilla“ bezeichnet. (Hintergrund: Die Villa wurde später für ein kleines Vermögen vom Putbusser Fleischermeister Pantermöller erworben).

Hotel Berliner Hof

von Franz Daberkow betrieben

Seit 1889 bestand die Eisenbahnlinie zwischen Putbus und Bergen mit Anschluss in die Hauptstadt Berlin. Das in Bahnhofsnähe errichtete Hotel mit Kegelbahn wurde von Kaufmann und Gastwirt Franz Daberkow betrieben. Im Jahre 1996 wurde das Hotel aufwendig restauriert und der rechte Flügel angebaut.

Villa Eisenhardt-Rothe

1924 erbaut.

Eigentümer der großen Wohnvilla waren Landrat a.D. Gustav von Eisenhardt-Rothe, später dessen Tochter Renate von Esbeck-Platen. Das Gebäude Esbeck-Platen in der Bahnhofstraße 19 wurde ab 1941 von der NPEA RÜGEN (Circus 16) genutzt.

Eisenbahnerwohnhaus

vor 1910 erbaut.

1912 erwarb die Rügensche Kleinbahn-Aktiengesellschaft RüKB das Wohnhaus. Die Kleinbahngesellschaft ging 1945 in den neu gegründeten „Pommerschen Landesbahnen“ auf. Auch nach 1945 diente das Gebäude der Unterbringung von Eisenbahnpersonal.

Staatsbahnhof Putbus

um 1889 erbaut von der Eisenbahnverwaltung des Königlich Preußischen Staates.

1889 wurde die Staatseisenbahnstrecke Bergen-Putbus mit Anbindung an das Eisenbahnnetz Stralsund-Berlin und Stettin eröffnet. 1895 erhielten Reisende mit der Rügenschen Kleinbahn Anschluss in das Ostseebad Binz, 1896 nach Sellin, Altefähr, Altenkirchen und 1899 nach Göhren.

Villa Micheels

vor 1910 erbaut von Malermeister Richard Micheels in der Residenzstadt Putbus.

Auf dem Grundstück betrieb der Putbusser Malermeister Micheels seine Werkstatt. 1937 erfolgte ein Anbau für eine Tankstelle und Kfz-Werkstatt durch Emil Best. Seine Tochter Elsa Laars führte die Tankstelle bis 1994 weiter.

Wohnhaus Wagner

1927 erbaut von Malermeister Paul Wagner in der Rosenstadt Putbus auf Rügen.

Auf dem Grundstück errichtete Malermeister Paul Wagner ein zunächst als Sommerwohnhaus bezeichnetes Gebäude.

August-Bebel-Straße in Putbus

Alte Fahrstraße nach Darsband, zwischen 1825 und 1840 mit zumeist einstöckigen klassizistischen Traufenhäusern bebaut. Hier wie in der Berger Straße erfolgte die Ansiedlung von Handwerkern und Gewerbetreibenden auf Initiative des Fürsten Wilhelm Malte zu Putbus. Die Darsbander Straße wurde später nach der Fürstin Louise zu Putbus (1783-1860) in Louisenstraße umbenannt und heisst heute August-Bebel-Straße.

Handwerkerhaus

1830 erbaut von Bäcker Ulrich in Putbus.

In der Darsbander und späteren Louisenstraße siedelten sich ab 1830 auf Veranlassung des Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783-1854) Handwerk und Gewerbe an. Später befanden sich im Gebäude bzw. auf dem Grundstück der heutigen August-Bebel-Straße 1 eine Dachdeckerei und ein Frisiersalon.

Handwerkerhaus

um 1831 erbaut von Schneider Ranck in Putbus.

Auf dem Gelände des historischen Handwerkerhauses wurden ab 1911 die Schlosserei Behrenwoldt und eine kleine Vulkanisieranstalt betrieben.

Handwerkerhaus

1831 erbaut von Schuhmacher Stüdemann.

Das klassizistische Handwerkerhaus wurde von Tischlermeister Carl Ossig übernommen. Im Nebengebäude befand sich bis etwa 1945 die Fischhandlung Zierck.

Haus des fürstlichen Dieners Zühl

1831 erbaut von Fürst W. Malte I.

1832 verkaufte Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus das eingeschossige Traufenhaus an den Diener Zühl. Später wurde hier eine Sattlerei eingerichtet.

Gasthaus „Goldener Anker“

erbaut in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Das Gelände gehörte einst zum Grundstück des Kaufmanns Otto Ferchner. Bis in die 1930er bewirtschafteten die späteren Eigentümer das Gasthaus „Goldener Anker“.

Engelbrecht’sche Stiftung in Putbus

1851 erbaut.

1838 verstarb der Putbusser Hofrat Engelbrecht. Aus Mitteln der 1850 eröffneten Stiftung wurde das Gebäude in der Louisenstraße errichtet. Das Haus sollte Witwen fürstlicher Beamter sowie alleinstehenden bedürftigen Damen Wohnung gewähren.

Kaufmannsgeschäft

1831/32 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

1833 verkaufte der Fürst zu Putbus das Gebäude an den Kunst- und Naturalienhändler van Kessinger. Das Kaufmannsgeschäft wurde bis 1919 von Johann Karl Pahnke weitergeführt.

Handwerkerhaus

1833 erbaut von Böttcher Schwartz in der Residenzstadt.

Das Grundstück der Böttcher Schwartz, Sieg und Schuhmacher Ihlefeldt wurde geteilt. Das Traufennebenhaus erhielt erst später einen zur Straße gekehrten Giebel.

Handwerkerhaus

um 1833 erbaut von Fleischer (Schlächter) Kreplin.

Auf dem Grundstück wurde der Schlächtereibetrieb Robert Niemann, später Albert und Gustav Gräning geführt. Ab den 1930er Jahren befand sich in dem Gebäude die Fischhandlung Otto Piel.

Handwerkerhaus

1833 erbaut von Zimmermann Wolff.

Der 1840 gegründete und hier ansässige Reiferbetrieb Alwert hatte über 100 Jahre Bestand. Die Seile wurden in der später abgebrannten Reiferbahn an der Ketzenberg’schen Mühle gezogen. Im Ladenanbau des Hauses befand sich das Milchgeschäft Lange.

Kaufmannsgeschäft

um 1834 erbaut von Herrn Köhler.

Nach Kaufmann Ferchner betrieb Paul Gerhardt in dem Gebäude ein Kaufmannsgeschäft, das bis in die 1930er Jahre existierte.

Handwerkerhaus

um 1834 erbaut.

Das eingeschossige massive Traufenhaus mit Hofraum und Garten bewohnten unter anderen Tischlermeister Ludwig Burwitz und Malermeister Paul Göhde.

Handwerkerhaus

1836 erbaut von Töpfer Wagner in der Residenzstadt.

Die spätere Schmiedewerkstatt wurde von Schlossermeister Robert Kasten übernommen. Ende der 30er Jahre gründete Friseurmeister Alfred Bruhn hier unter Nutzung erster Räumlichkeiten im Kellergeschoss (Souterrain) seinen Frisiersalon.

Volksschule

1836-37 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus.

Die in der Louisenstraße errichtete Volksschule erwies sich bald als zu klein. 1891 wurde das mehrstöckige Gebäude auf dem Hof als Schule eingeweiht.

Volksschule

1890-91 erbaut von der Gemeinde Putbus (Hofgebäude).

1932 wurde die Volksschule in der Louisenstraße durch den Neubau in der Fürst-Franz-Straße (heutige Schulstraße) abgelöst.

Gesellenherberge

um 1835 erbaut von Tischler Katter in Putbus.

Die von Tischlermeister Johann Christian Katter errichtete Gesellenherberge wurde später als „Dörschlag’s Gasthof“ geführt. Auf dem Grundstück befand sich die Motormühle Wittstock.

Handwerkerhaus

Nach Karl Breitenbach und Albert Behrens wirkten hier Bäckermeister Kruse („Mittel-Kruse“). Auf der rechten Seite befand sich die Buch- und Papierhandlung M. Breitenbach.

Handwerkerhaus

um 1933 erbaut von Bernhardt Seegebrecht.

Das Haus wurde von Schneidermeister Albert und bis 1945 von Musiker Glug bewohnt.

Handwerkerhaus

um 1835 erbaut von Häusler Klitz in der Residenzstadt.

Das eingeschossige Traufenhaus mit Mitteleingang, Krüppelwalmdach mit Kronendeckung bewohnte Zimmermann Arndt.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Schlossermeister Haase.

1819 am nördlichen Ende der Straße bestehende Häuser gehörten zum Gutsdorf Darsband. Hier wurden ab etwa 1900 die Bäckereigeschäfte Burmeister, Kliefoth und Kruse („Eck-Kruse“) betrieben.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Böttcher Güßloff in der Rosenstadt.

Nach Handwerkern aus dem Baugewerbe bewohnte in den 1930er Jahren Schuster Otto Bohl das Gebäude.

Handwerkerhaus

um 1920 von Malermeister Paul Göhde bewohnt

Das eingeschossige Traufenhaus besaßen in den 1920er Jahren Malermeister Paul Göhde und später dessen Sohn Franz Göhde.

Handwerkerhaus

um 1819 erbaut von Glasermeister Schmidt.

Das Grundstück Louisenstraße No. 42 bestehend aus Vorderhaus, einem zweistöckigen Hinterhaus, Hof und Garten erwarb Tischlermeister Theophil Bartschock am 26. April 1876 vom Photographen Christoph Katter. Danach folgten Tischlermeister Paul Paries und Ehefrau, die Schneiderin Johanna Dorothea Friederike Paries, geb. Bartschock.

Handwerkerhaus

nach 1833 erbaut von Maurer Kummer.

Nach 1900 bewohnte Schneidermeister Karl Schuhmacher das Wohnhaus. Spätere Eigentümer waren die Gastwirte Wiedemann und Fritz Wamp.

Wohnhaus

Das Wohnhaus gehörte Bierverleger Karl Klingenberg.

Dampfschlächterei Seebach

nach 1833 erbaut von Zimmermann Steinhauer.

Das einstöckige Handwerkerhaus wurde als Dampfschlächterei Seebach mit einem zweiten Stockwerk und Balkon versehen. Die traditionsreiche Fleischerei wurde um 1911 von Fleischermeister Knuth, später Fleischermeister Fiedrich aus Stralsund übernommen.

Handwerkerhaus

In dem Handwerkerhaus wohnte um 1910 Klempnermeister Johann Bantow, dann Fritz Stephan.

Handwerkerhaus

um 1834 erbaut von Tischler August Halliger in Putbus auf Rügen.

Das Wohnhaus wurde später durch Fuhrmann Karl Müller baulich verändert. Vorbesitzerin war Auguste Hintze, geb. Tiedemann. Auf dem Hof betrieb Bauunternehmer August Schröder eine Tischler- und Zimmerwerkstatt.

Kaufmannsgeschäft

zwischen 1833-1835 erbaut von Maurer Ferchner in der Residenzstadt Putbus.

1836 wurde das Gebäude an den Schlächter Kinggreen veräußert. Später betrieben die Kaufmänner Rieck und Vierk hier einen Laden für Delikatessen, Kolonial- und Tabakwaren.

Handwerkerhaus

mit rückwärtigem Stallgebäude und Eiskeller in der Rosenstadt Putbus.

Das Haus wurde etwa 1830-40 um einen älteren Bau herum als eingeschossiges massives Traufenhaus mit Frontispiz erweitert. Bis in die 1930er Jahre betrieben die Schlachtermeister August und Werner Niemann hier eine Schlachterei. Um 2000 erfolgte die Sanierung nach bauhistorischem Befund.

Handwerkerhaus

1833 erbaut von Tischler Georg Halliger.

Tischler Georg Halliger gehörte zu den ersten Handwerkern die von den Bauaufträgen des Putbusser Fürstenhauses profitierten. Später bewohnte Schneidermeister Fritz Holtz das Haus.

Handwerkerhaus

1833 erbaut von Schuhmacher Ihlefeldt.

Um 1910 wurde in dem Handwerkerhaus die Schlächterei Gorkow betrieben.

Handwerkerhaus

um 1836 erbaut von Schneider Strauss in Putbus.

In dem klassizistischen Handwerkerhaus mit Putzspiegeln und Lünettenfenster über dem Eingang wurden die Schneiderwerkstätten Brauer, dann Stibbe betrieben. Ab etwa 1930 bewohnte es Schmiedemeister Brunkhorst.

Haus des Nachtwächters Bergholz in Putbus

nach 1833 erbaut von Nachtwächter Bergholz.

Maurer Jacob Arndt bewohnte das zweistöckige Wohnhaus in der Louisenstraße in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Handwerkerhaus und Kaufmannsgeschäft

nach 1833 erbaut von Maurer Dassow in Putbus.

Das Gebäude wurde ab etwa 1900 als Kaufmannsgeschäft Otto Wiese, später als Konsumladen betrieben.

Haus der Domänenrätin Zimmermann in Putbus

um 1834 erbaut von Fürst Wilhelm Malte I.

Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus verkaufte das Gebäude mit dem großen Rundbogenportal und einer Freitreppe 1836 an die Domänenrätin Zimmermann. Nach 1900 bewohnte es der Göhrener Hotelbesitzer Albert Halliger.

Kaufmannsgeschäft

nach 1833 erbaut von Kaufmann Behm.

Nach Kaufmann Wilhelm Schimmelpfennig betrieb Stellmachermeister Karl Maxzien bis in die 1930/40er Jahre hier einen Tabak- und Schreibwarenhandel.

Handwerkerhaus

nach 1833 erbaut von Kupferdrucker Wagner.

Später befand sich in dem Gebäude die Glaserei Stahnke. Bis in die 1970er Jahre führte Glasermeister Haar diese Handwerkstradition fort.

Berger Straße

Verbindungsstraße zwischen der Louisenstraße und der Fahrstraße nach Bergen. Seit etwa 1835 weiter mit Handwerkerhäusern bebaut. Bereits vor 1819 vorhandene Gebäude gehörten zum Dorf Darsband.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Tischler Schlei (Schly).

Das später umgebaute Haus beherbergte eine Tischlereiwerkstatt. 100 Jahre später wohnte hier Zimmermann Carl Plath.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Tischlermeister Reichmuth.

Das Handwerkerhaus gehörte zur Bebauung des Dorfes Darsband. Nach 1900 werden der Tapezier Dröse, der Lokomotivführer Freybier und der Händler Raewel als Eigentümer des klassizistischen Traufenhauses genannt. Spätere Besitzerin des Hauses war Maria van Aaken.

Handwerkerhaus

erbaut von Zimmermann Pressel in Putbus.

1836 bis mindestens 1840 bewohnte Stellmacher Schmidt das klassizistische Handwerkerhaus der in der Verbindungsstraße nach Bergen angesiedelten Baugewerke.

Handwerkerhaus

Das als Handwerkerhaus errichtete eingeschossige Gebäude bewohnten nach 1910 der Kapellmeister Erich Lorenz und der Sattlermeister Robert Gips.

Handwerkerhaus

Auf dem Handwerkergrundstück, das Mitte des 19. Jahrhunderts noch unbebaut war, befand sich um 1910 die Schmiede von Karl Fäcks, später Hans Subklew und Willi Schuhmacher.

Handwerkerhaus

Der Handelsgärtner Emil Rothbart wird im Jahr 1909 als Miteigentümer des Gebäudes benannt.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Maurer Langhoff.

In dem von Maurer Langhoff errichteten Gebäude waren später die Schmiede Pommeresche und Hans Anders tätig.

Handwerkerhaus

erbaut von Steinhauer Hagen.

Der von Fürst Wilhelm Malte I. zu Putbus (1783-1854) initiierte Wege- und Chausseebau zog auch Straßenbauhandwerker an. 1862 wird Steinhauer Gerdegen als Eigentümer genannt.

Armenhaus

um 1850 erbaut in Putbus auf Rügen.

Das von der fürstlichen Herrschaft hergegebene und vom Armen-Verband der Gemeinde Putbus betriebene Gebäude dokumentierte das soziale Bewusstsein der Zeit. Später wurde es als Wohnunterkunft für ältere Bürger (Gemeindealtenheim) geführt. Ab 1947 sind hier Mietwohnungen eingerichtet worden.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut von Stellmacher Gärtner.

Spätere Eigentümer waren der Handelsgärtner Emil Rothbart, der Landwirt Gottfried Schemell, der Rentier Johann Tiemer und der Briefträger Wilhelm Niemann.

Handwerkerhaus

vor 1819 erbaut vom herrschaftlichen Maurer Rieger.

1836-1862 werden die Schlosser Rieger und Müller als Hauseigentümer genannt. Später wurde es von Schlosser Friedrich Freybier übernommen.

Wohnhaus

1926 erbaut von der Gemeinde Putbus.

Das Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten ließ die Gemeinde Putbus im Jahr 1926 errichten.

Wohnhaus

1928 erbaut von der Gemeinde Putbus.

Die Gemeinde Putbus errichtete das Wohnhaus und veräußerte es später an die Stettinerin Greta Papcke, geb. Focken.

Handwerkerhaus

1926 erbaut von Maurer Hermann Siebel.

Das zur Berger Straße 22 gehörende Gebäude errichtete Maurer Hermann Siebel auf dem Grundstück, als dessen Eigentümer der Tapezier Oskar Dröse und Ehefrau genannt werden.

Handwerkerhaus

um 1840 erbaut von Tapezier Knaak in Putbus.

Das eingeschossige klassizistische Handwerkerhaus wurde von Tapezier Knaak errichtet und später von Tapezier Oskar Dröse, später Margarete Callies, geb. Dröse, übernommen.

Lauterbacher Straße

Im Zuge des Chausseebaus Bergen-Lauterbach im Jahre 1868 vergab Fürst Wilhelm zu Putbus (1833-1907), Enkel des Stadtgründers Wilhelm Malte I., die zwei auf der östlichen Straßenseite gelegenen Baugrundstücke am Schlosspark.

„Villa Wesch“

um 1868 erbaut von Böttchermeister Schwartz.

1923 erwarb Wilhelm Wesch, Gutspächter in Nistelitz, dann Granitz-Hof und Gutsbesitzer in Wollin, die Villa an der Chaussee nach Lauterbach. Zum Gebäude gehörte ein umfangreiches Gartengrundstück mit Gartenhaus für die Putbus’ schen Komtessen.

„Villa Weström“

um 1875 erbaut von Zimmermeister Brunnow.

Im Zuge des Chausseebaus Bergen-Lauterbach vergab Fürst Wilhelm zu Putbus (1833-1907) das Baugrundstück am Schlosspark. Das Haus wurde später als Büro der fürstlichen Güterverwaltung genutzt. Nach deren Verlegung in das Putbusser Schloss übernahm 1920 Oberstleutnant Erich Weström die Villa. Er gründete mit Major Strehl eine Seidenraupenzucht in Putbus. Die Kokons wurden zur Weiterverarbeitung nach Celle geschickt.

Villa Berlitz

1913-14 erbaut von Ernst Berlitz in Putbus.

Mit Kaufvertrag vom 21. Februar 1919 erwarb Kapitän zur See William Michaelis, Direktor im Reichsmarineamt Berlin-Zehlendorf, die Villa vom fürstlichen Sekretär Berlitz. Der spätere Admiral Michaelis (1871-1948) übersiedelte vor dem Hintergrund der politischen Unruhen in der Reichshauptstadt mit seiner Familie nach Rügen.

Marienstraße

Marien- und Bahnhofstraße sind nach dem Eisenbahnanschluss des Ortes Putbus im Jahre 1889 als Verbindungswege zum Staats- bzw. ab 1895 auch Kleinbahnhof erschlossen und mit Villen und Wohnhäusern bebaut worden. Die Namensgebung erfolgte nach der Fürstin Marie (1858-1930), der ältesten Tochter des Fürsten Wilhelm zu Putbus. Das Grundstück Marienstraße 1 ist erst in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit einem Gebäude besetzt worden.

Wohnvilla Knuth

1936 erbaut von Fleischermeister Paul Knuth in der Stadt Putbus auf Rügen an der Ostsee.

Die Wohnvilla im Stil der 1930er Jahre erbaute Paul Knuth, ehemals Inhaber der „Seebach’ schen“ Dampfschlächterei in der Putbusser Louisenstraße.

Villa Viktoria von Veltheim

um 1906 erbaut von Fürst Wilhelm zu Putbus auf der Insel Rügen an der Ostseeküste.

Die Wohnvilla mit Fachwerkgiebel wurde als Beamtenwohnung errichtet. Spätere Besitzerin war Viktoria von Veltheim, dritte Tochter des Fürsten Wilhelm zu Putbus (1833-1907). Ihr Sohn Malte Ludolph von Veltheim übernahm 1934 die Nachfolge im Hause Putbus.

„Villa Schulenburg“

1906/1907 erbaut als Jugendstilvilla vom fürstlichen Baumeister Martin Heinemann zur eigenen Nutzung.

1919 erworben von den Geschwistern von Platen. Ab 1923 bewohnt von Dorothea von der Schulenburg, geborene von Platen, mit ihrem Gatten Graf Gebhardt von der Schulenburg. 1952 Zwangsräumung für die Staatssicherheit (Kreis Putbus). Ab 1955 genutzt als Mehrfamilienhaus. 1998 Restitution. 2003 Besitzerwechsel und denkmalgerechte Sanierung.

Villa Gerhardt

1912 erbaut von Kaufmann Paul Gerhardt.

Die Villa bewohnte Kaufmann Gerhardt. Dieser betrieb das ehemalige Kaufmannsgeschäft Ferchner in der Putbusser Louisenstraße.

Villa Blank

1914 erbaut von Lehrer Wilhelm Blank.

Die Wohnvilla mit Veranda wurde von Lehrer Wilhelm Blank errichtet und 1934 von Werner Blank übernommen.

Villa Sarnow

1911/12 erbaut von Fräulein Anna Sarnow.

Die Villa mit den Zierelementen an Fassade und Eingang ist als Wohnhaus mit Loggia, Hofraum und Hausgarten errichtet worden.

Buch- und Akzidenzdruckerei Putbus

um 1900 erbaut in der Residenzstadt Putbus.

Das Gebäude mit den Verandenanbauten war Wohnhaus des Inhabers der Putbusser „Buch- und Akzidenzdruckerei Wilhelm Schätzgen“. Von der Druckerei wurden die amtliche „Garzer Zeitung“ und ab 1907 der „Rüganer“ verlegt.

Wohn- und Mietshaus Hoffmann

um 1900 erbaut von Gustav Hoffmann.

Das große Wohn- und Mietshaus mit Flügelanbau wurde von Schornsteinfegermeister Gustav Hoffmann erbaut.

Fürstliches Wildwärterhaus Putbus

1897 erbaut in Putbus auf der Insel Rügen.

Mit der Errichtung des Postamtes wurden die Dienstwohnungen des fürstlichen Obergärtners und des Wildwärters abgetragen. Auf den Fundamenten des Gärtnerhauses entstand das neue Wildwärterhaus mit Wohnung und Wildkammern.

Postamt

1897-1898 erbaut vom fürstlichen Baumeister Martin Heinemann.

Der Neorenaissance-Bau wurde im Auftrag der Deutschen Reichspost auf dem Gelände der ehemaligen fürstlichen Zuckerfabrik Putbus errichtet und ab dem 1. Oktober 1898 bezogen. Zuvor war die Post am „oberen Markt“ (Gemeindeamt, heutiges Rathaus) und in der Vergangenheit an verschiedenen Standorten in Putbus untergebracht. Das Gebäude in der Marienstraße ging 1925 an den Postfiskus über und ist bis 2000 als Postamt genutzt worden.

Pflegetipps für Häuserschilder

Liebe Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, sollten Sie die Pflege Ihres historischen Häuserschildes gerne selbst übernehmen wollen, senden wir Ihnen auf Wunsch eine Pflegeanleitung zu. Tel.: 038301/889105, E-Mail: petzold@itc-putbus.de.

Park und Schloss von Putbus

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