Auszeichnung der schönsten Rose von Putbus im Jahr 2009

Von ANDRÉ FARIN

Volle Punktzahl für „Bonica 82“

Rosendoktor Gerhard Prill prämiert diesjährige schönste Rose von Putbus.

Putbus. „Bonica 82“ heißt die diesjährige „Schönste Rose von Putbus“, die auf dem dortigen Marktplatz die Blumenfans begeistert und zum Fotografieren einlädt. Rosendoktor Gerhard Prill und seine dreiköpfige Jury haben nach einem Rundgang durch den historischen Stadtkern die Floribundarose am Haus Markt 10 als herausragende Stammrose gekürt. Besitzer Klaus Flügel freute sich besonders, da seine Mieterin mit dem grünen Daumen wahre Wunder bewirkt habe. Nun kann er dies mit der Vereinsplakette an einem der Rosenzweige und der offiziellen Urkunde untermauern. Die 1982 in Frankreich eingeführte Sorte sei pflegeleicht, frosthart und sehr widerstandsfähig. Kein Wunder, dass sie vor sechs Jahren zur Weltrose auserkoren wurde.

„Die Rose hat den Vereinskriterien in höchstem Maße entsprochen“, erklärt Gerhard Prill, der als Mitglied des Fördervereins Residenzstadt und Schlosspark Putbus den Wettbewerb im dritten Jahr betreibt. Die Jurymitglieder, unter ihnen Stadtgärtnerin Brigitte Badura, sind sich einig: „So eine Rose muss ein besonderes Erscheinungsbild haben, außergewöhnlich duften und sich in einem guten Pflegezustand befinden.“

Und das traf in diesem Jahr auf die Marktrose zu – ähnlich wie auf die Nachbarrose „Burgund“ von Axel-Steffen Honig (2. Platz, Markt 12) und die Circusrose „Gloria Dei“ der Familie zu Putbus (3. Platz, Circus 10). Alle drei Preisträger wurden am Fürstengeburtstag prämiert, an den der Verein traditionell am 1. August eines jeden Jahres mit Konzert und Lesung in der Schlosskirche würdigend erinnert.

Viel Lob verdiente in diesem Jahr der Rosenwein, der an dem Abend verkostet wurde. „Ich habe mal die Hagebutte für einen Wein genommen“, sagt der Rosendoktor den neugierigen Damen, die sich von dem fruchtigen Geschmack der Wildrose überzeugen konnten. Die Rosenstadt könne, so Gerhard Prill den Gästen des Abends zustimmend, noch viel mehr aus seiner Geschichte und der herrlichen Blütenpracht in jedem Jahr machen. Man könne Kontakt zur Partnerstadt Eutin aufnehmen, wo Züchter jedes Jahr eine neue Rosensorte vorstellen.

„Warum soll Putbus nicht eine eigene, selbst gezüchtete Rose bekommen?“, fragt sich Vorstandsmitglied Henry Gurski, der sich ebenfalls aktiv für die Bepflanzung der leeren Stellen vor den Stadthäusern einsetzt und in einem Schulprojekt auch Kindern die Stadtblumen näher bringt. „Damit wird das Vereinsprojekt ‚Rosen für Putbus’ wieder ein Stück nach vorn gebracht – mit steten Teilerfolgen für die Rosenstadt.“ Vielleicht gelinge den Rosenliebhabern um Gerhard Prill im kommenden Jahr, dem 200-jährigen Ortsjubiläum, eine spektakuläre Stadtrose ins Leben zu rufen, die als Werbeträger für die einstige Residenzstadt wirksam werden würde.

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